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Jugend 2010: Sensibel für soziale Ungerechtigkeit

Vor wenigen Tagen wurde die Shell-Jugendstudie 2010 veröffentlicht, die einen guten Eindruck vermittelt über Einstellungen und Stimmungen der jungen Menschen in unserem Land. Der Optimismus der jungen Generation wächst wieder, Werte und Familie zählen, Leistungsbereitschaft ist stark ausgeprägt – so lauteten Schlagzeilen und Kommentare.

Demgegenüber darf aber nicht ein Ergebnis in den Hintergrund treten, dass uns alle alarmieren muss: Die Zuversicht der Jugendlichen aus sozial schwachen Haushalten ist dagegen weiter gesunken. Die Kluft zwischen den Milieus hat sich mithin noch verstärkt.

Die Jugend ist sehr stark sensibilisiert für soziale Ungerechtigkeit. Die Wahrnehmung korrespondiert mit der allgemeinen gesellschaftlichen Entwicklung in Deutschland, die zeigt, dass die Kluft zwischen Arm und Reich, zwischen denen, die Chancen haben auf Teilhabe und persönlichen Erfolg und denen, deren Zukunftschancen schlechter sind, dramatisch wächst. Es ist höchste Zeit, hier gegen zu steuern: Wir brauchen ein Bildungssystem, dass allen gerechte Bildungschancen gibt und in dem der Schulerfolg nicht mehr vom sozialen Status der Eltern abhängt, ein gerechtes Steuersystem mit höherer Erbschaftssteuer und Vermögenssteuer. Es muss umverteilt werden in unserem Land: Chancen und Geld.

geschrieben am 17. September 2010, , , ,

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