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Studierende zahlen G8-Zeche der CSU mit ihren Gebühren

Am 8. Juli gab Ministerpräsident Seehofer in Bayreuth den Familien-Kämpfer: In einer aufwändigen Showveranstaltung im Bayreuther Hofgarten versuchte er sein familienpolitisches Image aufzupolieren. Ganz geglückt ist ihm das nicht: Gerade Jugendliche fühlten sich – glaubt man der Berichterstattung der lokalen Presse – übergangen und nicht ernst genommen.

Geradezu ein Anflug entlarvender Ehrlichkeit überfiel den Ministerpräsidenten dann in der Abschlussdiskussion. Der Nordbayerische Kurier schreibt: “Ein Abiturient forderte die Politiker inständig auf, die Studiengebühren in Bayern abzuschaffen. Bildung dürfe nicht eine Frage des Geldbeutels der Eltern sein, betonte der Schüler. Seehofer verstehe das Anliegen des Abiturienten, schließlich habe auch er die Grundüberzeugung, dass Bildung nicht von den finanziellen Verhältnissen im Elternhaus abhängig sein sollte. Dennoch brauche man die Studiengebühren, da in den kommenden Jahren über 38 000 Studienplätze geschaffen und Investitionen an den Universitäten getätigt werden müssen.”

Damit ist die Katze endlich aus dem Sack: Die Studierenden zahlen für die Schul-G8-Misere der CSU. Alle anderen Verlautbarungen über ein Extra für gute Lehre und bessere Studienbedingungen können damit nun endlich geschreddert werden.

geschrieben am 13. Juli 2010, , , ,

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